Mandalay ist eine grosse Stadt mit einer grossen Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Du könntest hier gut eine Woche verbringen, ohne dass dir langweilig werden würde. Wenn du nur einen oder zwei Tage Zeit hast, erfährst du hier, welche Sehenswürdigkeiten du in Mandalay nicht verpassen solltest. Wenn du länger Zeit hast, empfehlen wir dir Ausflüge nach Mingun und Amarapura, Sagaing und Inwa.

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Tagestour in Mandalay

Den Tag beginnst du mit einem reichhaltigen Frühstück im Unique Mandalay Tea Room. An Wochenenden wird es hier richtig voll, die Einheimischen geniessen den freien Tag bei gutem Kaffee und leckerem birmanischem Essen. Die Auswahl ist riesig und die Preise sind günstig, du kannst also verschiedene Gerichte probieren.

Shwenandaw Kloster

Während du deinen letzten Schluck des Cappuccinos trinkst, kannst du dir bequem mit der App Grab ein Tuk Tuk (ThoneBane) bestellen und zum Shwenandaw Kloster fahren (2100 Kyat). Wenn das deine erste Sehenswürdigkeit in Mandalay ist, bezahlst du 10 000 Kyat (ca. CHF 6/ EUR 5.5) Eintritt. Das Ticket ist für alle Heiligtümer von Mandalay, Amarapura und Inwa während fünf Tagen gültig.

Das Shwenandaw Kloster ist beeindruckend, besonders weil es bereits zwei Mal abgebaut und an einem neuen Ort wieder aufgebaut wurde. Es ist der einzige Teil des ursprünglichen Königpalastes, welcher nicht abgebrannt ist.

Atumashi Kloster

Nur zwei Minuten zu Fuss geht es weiter zum Atumashi Kloster, welches nicht ganz so imposant erscheint, doch auf der umlaufenden Veranda kannst ein paar schöne Fotos machen.

Kuthodaw Pagode

Zu Fuss kannst du weiter zur Kuthodaw Pagode laufen, in welcher du das grösste Buch der Welt findest. Auf 729 Marmortafeln, in kleine Pagoden gelegt, umfasst es die drei Teile der buddhistischen Lehre. Es ist schwer vorstellbar, wie über sieben Jahre lang an diesem Werk gearbeitet wurde.

Am Wochenende hat es in der Kuthodaw Pagode einige Studenten, welche ihr Englisch üben möchten und sich über den Austausch mit Touristen freuen. Sie interessieren sich für das Leben in Europa und geben gleichzeitig gerne Auskunft über ihren Alltag in Myanmar. Während unserem Gespräch scheuen sie sich nicht über Religion und Politik zu diskutieren und sprechen von sich aus die Rohingya Krise an.

Königspalast

Weiter geht es 20 Minuten zu Fuss zum Osttor des Königspalastes, natürlich kannst du auch mit einem Taxi fahren.

Der Eintritt ist nur am Osttor möglich, du musst dort deinen Pass oder Bargeld als Depot hinterlegen. Nach dem Tor läufst du weitere 10 Minuten zum Eingang des Palastes, alternativ hat es Motorradtaxis innerhalb der Palastmauern.

Sollte es dir mittags zu heiss für den Königspalast sein, kannst du die Mahamuni Pagode besuchen, denn diese ist vor der Sonne geschützt.

Zweiter Tag in Mandalay

Je nachdem wie schnell du unterwegs bist, hast du am ersten Tag noch Zeit für einen Besuch bei der Mahamuni Pagode. Da wir wie immer gemütlich unterwegs sind, verschieben wir diese spezielle Buddha Statue auf den nächsten Tag.

Am Morgen des zweiten Tages besuchen wir die Pagoden in Mingun, nach dem Mittagessen und Kaffeetrinken fahren wir zur Mahamuni Pagode und den Sonnenuntergang geniessen wir, nach dem steilen Aufstieg, auf dem Mandalay Hill.

Mahamuni Pagode

Auslassen solltest du die Mahamuni Pagode auf keinen Fall, denn sie zählt, zu den wichtigsten Pilgerorten Myanmars. Viele der Einheimischen kommen regelmässig hierher und du wirst sehen, wie wichtig ihnen dieser goldene Buddha ist. Die Statue war einmal eine Bronzefigur, was heute kaum vorstellbar ist, denn sie wurde über die Jahre mit einigen Tonnen Blattgold bedeckt. Leider dürfen nur Männer diese Buddha Statue berühren und sie mit Blattgold (2000 Kyat) bekleben.

Die Atmosphäre in der Mahamuni Pagode ist aussergewöhnlich und es ist spürbar welche Bedeutung der Ort für die Einheimischen hat. Setz dich hin, lass dir Zeit und beobachte die Menschen.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Sunset Point

Beim Sunset Point an der Kreuzung Myo Patt / PyinnYa St / Circular Road kannst du den Sonnenuntergang geniessen und nebenbei den Alltag am Fluss beobachten. Es gibt viel zu sehen, die Menschen arbeiten, haushalten und leben an diesem Fluss. Der hübsche, kleine Park passt so gar nicht in das Chaos dieses Stadtteils. Zwischen dem Sunset Point und der Anlegestelle der Fähre leben die Familien der Arbeiter, direkt am Fluss in sehr ärmlichen Verhältnissen. Auf der anderen Strassenseite stehen teure Hotels. Ein unpassendes und unschönes Bild, welches schwierig zu ertragen ist.

Mandalay Hill

Der Mandalay Hill ist bekannt für den Sonnenuntergang, aber der Aufstieg lohnt sich ebenfalls für den Tempel. Die Säulen sind mit kleinen Spiegeln verziert und der Tempel wirkt ein bisschen orientalisch.

Nimm dir genügend Zeit für den Aufstieg, denn schon auf dem Weg nach oben gibt es viel zu sehen. Rechne mit mindestens 30 Minuten. Den Sonnenuntergang kannst du kaum in Ruhe geniessen, denn der Touristenandrang zu dieser Zeit ist hoch. Etwas ruhiger geht es bei den Torbogen eine Etage weiter unten zu. Um den Ausblick auf der Spitze des Mandalay Hill geniessen zu können, bezahlst du oben 1000 Kyat.

Viele junge Mönche kommen jeden Abend hierher, um ihre Englischkenntnisse mit Touristen verbessern zu können. Lass dich auf ein Gespräch ein, du kannst ihnen all deine Fragen stellen, sie geben offen Auskunft und interessieren sich für die Unterschiede zwischen Europa und Myanmar. Wir zeigen ihnen Bilder von der Winterlandschaft in der Schweiz und ein Mönch fragt, ob der Schnee denn nicht gefährlich sei. Schlitteln würde er gerne einmal ausprobieren.

Sport und Joggen in Mandalay

Wie in den meisten grossen Städten, gibt es in Mandalay eine Joggingstrecke, an der sich morgens die Einheimischen treffen. Sie rennen, gehen, dehnen, stretchen oder treffen sich auf einen Schwatz rund um den Königspalast. Wir mögen solche Plätze für unsere morgentliche Joggingrunde. Hier, und auch im Park beim Sunset Point, hat es ein paar Fitnessgeräte.

Slow Boat von Mandalay nach Bagan

So viel Schönes hatten wir über die Reise nach Bagan mit dem Slow Boat gehört und es stand fest auf unserem Plan. Umso grösser ist unsere Enttäuschung, als wir in Mandalay erfahren, das Slow Boat sei vor einem halben Jahr abgeschafft worden. Scheinbar hätte es sich nicht mehr rentiert. Das Slow Boat wurde besonders von Einheimischen genutzt, wie all diese Menschen nun reisen, konnte uns niemand beantworten.

Die einzige Möglichkeit mit dem Boot von Mandalay nach Bagan zu fahren, ist nun ein Touristenboot, welches 42 US Dollar kostet.

Da auf dem Boot nur Touristen sind, keine Zwischenstopps in den kleinen Dörfern gemacht werden und der Preis verhältnismässig viel zu hoch ist, reisen wir mit dem Bus nach Bagan.

Restaurants und Essen

Im Nan Khan Man Restaurant gibt es ein Buffet, ebenfalls mit vegetarischen Gerichten. Alles ist super lecker und wir essen hier jedes Mal viel zu viel. Die Besitzer sprechen gut Englisch.

Das Unique Mandalay Tea Room ist unser Highlight in Mandalay. Guter Kaffee, einen einzigartigen Tofu Salat und auch die Suppen können wir alle empfehlen. Ach und die Nachtische natürlich ebenfalls.

Hotel in Mandalay

Die Auswahl an Hotels in allen Preisklassen in Mandalay ist gross.

Hier kannst du dir ein Zimmer in Mandalay auf booking.com buchen.

  • Günstig: Wir übernachten im ET Hotel, es hat einfache und saubere Zimmer, mit oder ohne Klimaanlage und Badezimmer.

  • Mittelklasse: Das Hotel Duo Swan hat sehr gute Bewertungen und freundliches Personal.

Anreise und Transport

Mandalay ist ein beliebter Ort für Touristen, weshalb die Fernbusverbindungen sehr gut sind. Der Busbahnhof liegt etwas ausserhalb der Stadt, mit der App Grab kostet ein Taxi ins Zentrum etwa 6000 Kyat. Oder du läufst nach Westen zur grossen Strasse und steigst in einen Pick-Up für 500 Kyat pro Person.

Mandalay ist eine grosse Stadt, du benötigst deshalb ein Transportmittel. Wir fahren hier viel Taxi und bestellen die Tuk Tuks immer mit der App Grab. So ist es für den Fahrer leicht verständlich, wo wir hinfahren möchten und wir müssen nicht über den Preis diskutieren. Es ist möglich ein Autotaxi, Tuk Tuk oder Motorradtaxi zu bestellen.

Alternativ kannst du dir ein Motorrad oder Fahrrad mieten. Besonders für Ausflüge nach Amarapura, Sagaing und Inwa empfehlen wir das.

Unser Fazit zu Mandalay

Mandalay ist eine Grossstadt, doch im Vergleich zu Yangon ist es hier ruhiger und hat weniger Verkehr, weshalb es uns besser gefällt. Die Stadt hat unglaublich viele einzigartige Sehenswürdigkeiten zu bieten und wir hätten noch mehr Tage hier verbringen können. Andererseits sind für uns Tage in einer Stadt auch immer ein bisschen anstrengend, besonders wenn wir es mit der Zeit in Kalaw und am Inle Lake vergleichen.

Die Situation wie die Menschen am Fluss neben den teuren Hotels leben, hat uns aufgewühlt. Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist in solchen Städten immer besonders sichtbar.

Wie haben dir die Sehenswürdigkeiten in Mandalay gefallen? Planst du eine Reise nach Myanmar? Schreib uns einen Kommentar.